Vita

Künstlerischer Werdegang

Leidenschaft fürs Malen beginnt früh | Aquarell & wässriger Farbauftrag

Die Malerei ist die große Konstante in meinem Leben. Begonnen hat alles mit einem kleinen Aquarellkasten mit sieben Farben – mit ungefähr 13 Jahren saß mit lauter Senioren in diversen VHS-Kursen. Gestört hat das niemanden – am wenigsten mich. Beim Aquarell bin ich über Jahre geblieben, erst 2001 habe ich in der freien Malschule der beiden Künstler Jürgen Sage und Astrid Albers in Berlin die Acrylmalerei im großen Format auf Leinwand kennengelernt. Die Liebe zum wässrigen Auftragen von Farbe zeigt sich noch heute in den Papieren für meine Collagen.

Der Weg in die Selbständigkeit

Geboren (1973) und aufgewachsen bin ich in Ludwigshafen am Rhein. Nach abgeschlossenem Magisterstudium der Germanistik und Geschichte in Mannheim und Waterloo/Kanada (1994-2000) war ich in Berlin, später im Allgäu, dann im Chiemgau bis 2009 als Produktmanagerin in der Lebensmittelindustrie tätig. Die Malerei war die ständige Begleiterin in dieser Zeit. Doch erst 2009 habe ich all meinen Mut zusammen gepackt, und meinen Traum wahr gemacht, als selbständige Künstlerin und Fotografin zu arbeiten. Viele Gruppenausstellungen folgten, die erste große Einzelausstellung, bei der ich mein ganzes Portfolio zeigen konnte, fand 2016 statt.
Erfahren Sie mehr über meine Ausstellungen

Weiterbildungen | Autodidaktin

Mein Atelier befindet sich im Gewerbegebiet in Gräfelfing bei München im schönen Würmtal. Fortgebildet habe ich mich viel an Kunstakademien wie die freie Kunstakademie in Augsburg, an der Akademie der Künste in Kolbermoor oder auch in der Kunstakademie Bad Reichenhall, denn auch Autodidakten wie ich lassen sich durch neue Anregungen und Techniken immer wieder inspirieren. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle die Augsburger Künstlerin Andrea Rozorea, die mich in meinem eigenen künstlerischen Werdegang sehr unterstützt hat. Heute verbindet uns eine enge Freundschaft und bereits einige gemeinsam durchgeführte Ausstellungsprojekte.
Erfahren Sie mehr über mein Schaffen und das Autodidaktentum :
„Interview mit der Kunsthistorikerin Dr. Ines Kehl“

Portfolio mit 3 Schwerpunkten

In meiner Kunst verfolge ich drei große Richtungen. Zum einen die abstrakte freie Malerei mit Acrylfarbe im großen Format auf Leinwand, dann beschäftige ich mich auch gerne mit strukturgebenden Materialien wie Asche, Sand, Gesteinsmehle, Kaffeesatz und Pigmente in meiner Malerei. Gerne arbeite ich bei diesen sogenannten Mischtechniken (Mixed Media) auf Holz. Und zuletzt kreiere ich mit Leidenschaft abstrakte Collagen aus feinen Chinapapieren. In einem kurzen Film über mich werden die drei Techniken näher erklärt.
Zum Film

abstrakte acrylmalerei - ferienbeginn - katja gramann
Abstrakte Malerei mit Pigmenten, Gesteinsmehlen, Asche, Kohle und Ritzung
Abstrakte Collage aus Chinapapier im mittleren Format

Inspiration & Herangehensweise

Im Atelier

Im Video gebe ich in Kürze einen guten Einblick in meine Arbeitsweisen und erkläre, was mich antreibt und wie ich mich künstlerisch inspirieren lasse.

Mein Atelier befindet sich in der Lohenstraße 18 in Gräfelfing. Sie möchten die abstrakten Bilder gerne mal live „in echt“ und in Ruhe betrachten? Gerne lade ich sie ein, mich in meinem Atelier unverbindlich zu besuchen. Bitte einfach anrufen unter 0172-6513428 und einen Termin vereinbaren oder Sie kommen einfach zu den Öffnungszeiten. Ich freue mich über Ihr Interesse.
Kontakt

Künstlerische Einordnung

Worthülse Moderne Kunst | Zeitgenössische Kunst | Informel | Farbfeldmalerei

Auf der Startseite habe ich mein Portfolio mit dem Begriff „Moderne Kunst“ umschrieben. Ich habe festgestellt, dass die meisten Menschen, die sich über Kunst informieren oder abstrakte Kunst kaufen möchten, oder auch im Internet nach abstrakten Kunstwerken suchen, in der Regel nach „moderner Kunst“ suchen. Interessanterweise scheint sich der Begriff „moderne Kunst“ durchgesetzt zu haben, auch wenn es eine Worthülse ist, die nichts aussagt. Denn was versteht man darunter? Abstrakte Malerei oder abstrakte Kunst, die zu einer modernen designorientierten Einrichtung passt?
Aus kunsthistorischer Sicht gibt es keine „moderne Kunst“, es gibt lediglich die Kunstepoche „Klassische Moderne“, die ganz grob die Zeit zwischen 1900 bis Kriegsbeginn (1938) umreißt, mit allen verschiedenen künstlerischen Richtungen wie Expressionismus, Dada, Kubismus etc. und mit den dazugehörigen weltbekannten Künstlern. Dieser Epoche folgt die „Postmoderne“, die wiederum abgelöst wird von der Epoche der „Zeitgenössischen Kunst“ oder auch „Contemporary Art“ (englisch), in der wir uns aus kunsthistorischer Sicht immer noch befinden. Zeitgenössisch heißt mehr oder weniger „aktuell“.
Die wenigsten Menschen nutzen bei ihrer Suche nach Kunst oder Gemälden die sperrigen Begriffe wie „zeitgenössische Malerei“ oder „zeitgenössische abstrakte Malerei“. Kein Wunder, denn „zeitgenössisch“ sagt praktisch nichts aus, nur dass es sich um aktuelle Kunst handelt und der betreffende Künstler noch lebt. Ich behaupte, dass nur ein kleinerer Kreis aus Kunsthistorikern, Galeristen, Kuratoren, der ein oder andere kunsthistorische bewanderte Bildungsbürger und natürlich auch Künstler die eigentlichen „sauberen“ Begriffe verwenden.
Warum ist das so? Ich glaube (das ist tatsächlich nur eine Vermutung nach reiflicher Überlegung), dass es zum Beispiel daran liegen könnte, dass die englische Übersetzung des Epochenbegriffs „Klassische Moderne“ „Modern Art“ lautet und diese dann wieder fälschlicherweise mit „moderne Kunst“ rückübersetzt wird. Für ganz viele Bildungsbürger gehört beispielsweise beim New York Aufenthalt der Besuch des MoMA (Museum of Modern Art) zum Pflichtprogramm, dort wird auch immer wieder zeitgenössische Kunst (Contemporary Art) gezeigt. Es liegt nahe, dass es bei der gleichzeitigen Schau von Künstlern der Klassischen Moderne mit zeitgenössischen Künstlern zu sprachlichen Unsauberheiten oder auch Verwirrungen und Vermischungen kommt, die sich dann aus Gründen der Einfachheit durchsetzen. Meines Erachtens ist es schon eine fast philosophische Frage, ob es nicht doch „moderne Kunst“ gibt, wenn der Begriff in aller Munde ist. Ich jedenfalls habe wider besseres Wissen „Moderne Kunst“ auf meiner Internetseite aufgegriffen, um von Ihnen im Netz gefunden zu werden – passe mich also an die sprachlichen Gegebenheiten meiner Kunden an. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle betonen, dass ich selbstverständlich den kunsthistorischen Diskurs kenne. Mehr über die Grenzen zwischen den einzelnen Kunstepochen, erfahren Sie in meinem „Kunst-Wiki“ von Dr. Gardill. Zum Kunst-Wiki

Wo sehe ich mich also? Wie ordne ich mich in den ganzen kunsthistorischen Diskurs zwischen „Moderne Kunst“, „Kunst der Klassischen Moderne“ und „Zeitgenössische Kunst“ sauber ein? Es ist eigentlich recht einfach: Ich bin eine zeitgenössische Künstlerin (contemporary artist), widme mich der gegenstandslosen Malerei und sehe mich in der Tradition der Farbfeldmaler und auch der Künstler des Informel.

Die Kunsthistorikerinnen und Kuratorinnen Dr. Barbara Rollmann-Borretty und Dr. Ingrid Gardill haben Artikel über mich verfasst, die ich Ihnen zum Weiterlesen gerne empfehle:
Dr. Rollmann-Borretty Beobachtungen zu den Wachscollagen
Dr. Ingrid Gardill Über die freie Malerei Gramanns

Kataloge

Schichtarbeiten & Kontrastprogramm

Anlässlich der beiden Ausstellungen aus den Jahren 2016 und 2017 sind Kataloge erschienen, wobei „Schichtarbeiten“ leider bereits vergriffen ist. Der Katalog „Kontrastprogramm“ umfasst die Hauptarbeiten von Mai 2016 bis April 2017. Er enthält circa 60Seiten und ist ist reich bebildert.

„Kontrastprogramm“ kann für 10€ zzgl. 1,45€ Versandkosten auf Rechnung bezogen werden. Bitte einfach über das Kontaktformular den Katalog bestellen, ich verschicke ihn dann umgehend.
Kontakt

ausstellungskatalog-schichtarbeiten

Impressionen aus dem Atelier

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